Dunkelheit

Ein Mann steht in einem düsteren Wald und blickt in die Kamera.

Dunkle Nächte, lange wach.

 

Mich interessieren die Momente, in denen die Stille zu laut wird. Wenn die Isolation das Denken übernimmt und die eigene Wahrnehmung uns belügt. 

 

Mein Debütroman Dunkelheit blickt genau auf diese Grenze: Der Moment, in dem der eigene Kopf zur Echokammer wird – ohne jedes Korrektiv von außen und Selbstrechtfertigung zur tödlichen Gefahr verkommt.



Der Abgrund 
in uns selbst.

Dunkelheit betrachtet die Psyche nicht aus sicherer Distanz, sondern macht die echte Tiefe von Trauer und Einsamkeit spürbar. Hier ist Depression kein spektakuläres Ereignis, sondern eine schleichende Verschiebung der Welt – eine Grenze, an der man selbst sein größter Feind wird.

 

Wie weit gehen wir, wenn jeder Halt von außen fehlt und wir beginnen, unsere eigenen Eingriffe als notwendige Korrektur der Realität zu begreifen?

 

 

 

Die Logik der Leere

Ein Buch liegt in einem Erdloch und ist an einigen Stellen von Erde verdeckt.

Kilian ist geübt darin, Muster im Leben anderer zu erkennen. Doch seit dem Tod seiner Lebensgefährtin Lea wird seine analytische Distanz zur Isolation – und seine Trauer zur gefährlichen Obsession.

 

Ein neuer Auftrag lässt die Grenzen endgültig verschwimmen. Überzeugt, die Fäden in der Hand zu halten, manipuliert Kilian die Realität seiner Zielpersonen und greift tief in ihr Leben ein. Während er glaubt, das Schicksal zu kontrollieren, sucht er im Verborgenen verbissen nach dem Verantwortlichen für das eigene Leid.

 

Doch je tiefer er in sein Netz aus Vermutungen eindringt, desto schneller entgleitet ihm die Kontrolle. Zwischen falschen Gewissheiten und einer schleichenden Bedrohung muss Kilian erkennen, dass er längst nicht mehr nur der Jäger im Schatten ist. Er hat eine Kettenreaktion ausgelöst, die sich nicht mehr stoppen lässt – und die ihn an den Abgrund seiner eigenen Wahrnehmung führt.

 


Tiefer als die Story.

Ich komme aus einer Familie voller Buchliebhaber – und genau das hat mich jahrelang abgeschreckt. Erst als ich zufällig Metro 2033 von Dmitry Glukhovsky in die Hände bekam, veränderte sich alles. Später traf ich Dmitry persönlich bei einer Lesung in Hagen. Ein Moment, der mich bis heute prägt und dem ich in meinem Debütroman Dunkelheit eine kleine, versteckte Hommage gewidmet habe.

 

 

 

Dass ich heute selbst schreibe, war kein gerader Weg. Bevor das erste Wort feststand, existierte nur der Titel: Dunkelheit. Ursprünglich als klassischer Psychothriller geplant, merkte ich beim Schreiben schnell, dass mich rein konstruierte Plotschablonen langweilten.

 

Warum die Fiktion künstlich überspannen, wenn die Realität oft schon grausam genug ist? 

 

Inspiriert von Autoren wie Paul Cleave und Riley Sager zog es mich immer tiefer in die Introspektion – dorthin, wo die Psyche nicht mehr nur Kulisse ist, sondern zum eigentlichen Labyrinth wird.


Heute schreibe ich über Figuren, 

deren Wahrnehmung unter Isolation und Verlust ins Wanken gerät. 

 

Exklusive Einblicke in meine Schreibwerkstatt, unveröffentlichte Snippets und Updates zu neuen Projekten teile ich am liebsten direkt in meinem WhatsApp-Kanal und auf Instagram. Auf Spotify wartet eine eigens erstellte Playlist, die ich zeitgleich beim Schreiben angelegt habe.

 

 

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